AES / Hauswirtschaft · Klasse 8 und 9

Körperbild und Medien

Im Netz sehen wir jeden Tag viele Körper. Oft sind die Bilder bearbeitet. Hier lernst du, Bilder einzuordnen, und erfährst, was dein Selbstbild stärkt.

Stand: Oktober 2026 · Verantwortlich: Daniel Ott · So entstehen diese Seiten

Zu den Aufgaben
Auf einen Blick

Ideale wandeln sich: Was als schön gilt, ändert sich mit der Zeit und ist überall auf der Welt anders.

Bilder sind gemacht: Licht, Pose, Auswahl und Filter verändern, wie jemand aussieht.

Dein Körper kann viel: laufen, lachen, umarmen. Das ist wichtiger als jedes Ideal.

Schönheitsideale wandeln sich

Ein Schönheitsideal ist eine Vorstellung davon, was in einer Zeit oder Gruppe als schön gilt. Solche Ideale ändern sich ständig. Früher galt in Europa blasse Haut als vornehm, weil sie zeigte, dass man nicht draußen arbeiten musste. Heute halten viele gebräunte Haut für schön. Auch Frisuren, Bärte und Kleidung wechseln mit der Mode.

Echte Menschen sind verschieden: groß und klein, mit Sommersprossen, Brille oder Narben. Diese Vielfalt ist normal.

Wie Bilder im Netz entstehen

1. Licht und Ort aussuchenSonne von vorn, schöner Hintergrund2. Pose übenHaltung und Winkel ausprobieren3. Viele Fotos machenoft 20 bis 50 Versuche4. Das beste auswählendie anderen sieht niemand5. Filter und BearbeitungHaut glätten, Farben ändern6. PostenDas ist dann „ganz spontan“.
Was du im Netz siehst, ist oft das Ergebnis vieler Schritte. Der Alltag sieht anders aus.

Auch Werbung zeigt bearbeitete Bilder. Sie will verkaufen, oft indem sie Unsicherheit weckt: Erst kommt das Problem, dann das Produkt dagegen.

  1. Wer zeigt mir das Bild? Verdient die Person daran?
  2. Ist das Bild wahrscheinlich bearbeitet?
  3. Wie fühle ich mich, nachdem ich es angeschaut habe?
  4. Tut mir der Kanal gut? Wenn nicht, entfolgen oder stummschalten.

Ein gutes Verhältnis zum eigenen Körper

Wenn dich Gedanken über deinen Körper stark beschäftigen oder belasten, sprich mit einem Menschen, dem du vertraust: Eltern, Vertrauenslehrkraft oder Schulsozialarbeit. Kostenlos und anonym hilft die Nummer gegen Kummer unter 116 111.

Tattoo und Piercing

FrageAntwort
Ab wann?Unter 18 nur mit Erlaubnis der Eltern. Viele Tattoostudios tätowieren grundsätzlich erst ab 18.
Was ist rechtlich ein Tattoo?Ein Eingriff in den Körper, der nur mit Einwilligung erlaubt ist.
Welche Risiken gibt es?Entzündungen, Allergien, Narben. Bei schlechter Hygiene auch Infektionen.
Kann man ein Tattoo entfernen?Mit Laser, aber das dauert lange, ist teuer, schmerzt und gelingt nicht immer vollständig.

Wer überlegt, sollte sich Zeit lassen, ein Studio mit guter Hygiene wählen und gut über das Motiv nachdenken. Der Körper wächst und der Geschmack ändert sich.

Quellen: ARAG: Tattoos und Recht · BfR: Fragen und Antworten zu Tätowiermitteln

Typische Fehler

Jetzt üben: 20 Aufgaben mit Sofort-Kontrolle

Antwort eintippen oder antippen, dann „Prüfen“. Erst ein Hinweis, die Lösung erst nach einem eigenen Versuch. Zahlen ohne Einheit, Dezimalzahlen mit Komma.

Für Eltern

So können Sie begleiten

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