AES / Hauswirtschaft · Klasse 8 bis 10

Wie Menschen zusammenleben

Familie, Paar, Wohngemeinschaft oder allein: Menschen leben auf ganz verschiedene Weise zusammen. Jede Form hat eigene Aufgaben und braucht Absprachen.

Stand: Oktober 2026 · Verantwortlich: Daniel Ott · So entstehen diese Seiten

Zu den Aufgaben
Auf einen Blick

Vielfalt: 2025 lebten in Deutschland knapp die Hälfte der Menschen in Familien, gut ein Viertel als Paar ohne Kinder im Haushalt und knapp ein Viertel allein.

Haushalt: Alle Menschen, die zusammen wohnen und gemeinsam wirtschaften. Eine WG ist ein Haushalt, aber keine Familie.

Arbeit teilen: Jede Lebensform muss klären, wer kocht, putzt, einkauft und sich um andere kümmert.

Lebensformen

LebensformSo sieht sie aus
Familie mit KindernEltern als Ehepaar oder als Paar ohne Trauschein mit Kindern
AlleinerziehendeEin Elternteil lebt mit dem Kind oder den Kindern.
PatchworkfamilieEltern bringen Kinder aus früheren Beziehungen mit, manchmal kommen gemeinsame Kinder dazu.
Paar ohne Kinder im Haushaltzum Beispiel ein junges Paar oder Eltern, deren Kinder ausgezogen sind
Allein lebendEine Person führt den Haushalt allein.
Wohngemeinschaft (WG)Menschen, die nicht verwandt sind, teilen sich eine Wohnung.
Mehrgenerationen-HaushaltGroßeltern, Eltern und Kinder wohnen zusammen.

Keine Lebensform ist besser oder schlechter. Jede hat Vor- und Nachteile.

Zahlen für Deutschland

So lebten die Menschen in Deutschland 2025Familie 49 %Paar 28 %allein 23 %Familie: mindestens ein Elternteil mit Kind im Haushalt.Paar: ohne Kinder im Haushalt.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Mikrozensus 2025.

Es gibt rund 41 Millionen Haushalte. In etwas mehr als 17 Millionen davon lebt nur eine Person. Das sind rund 4 von 10 Haushalten. Trotzdem lebt nur knapp ein Viertel der Menschen allein. Der Grund: In jedem Einpersonenhaushalt wohnt nur ein Mensch, in den anderen Haushalten wohnen mehrere.

Quellen: Destatis: Haushalte und Familien

Arbeit im Haushalt fair verteilen

Hausarbeit ist zum Beispiel kochen, waschen, putzen und einkaufen. Sorgearbeit (englisch Care-Arbeit) heißt, sich um andere zu kümmern, etwa um Kinder, Kranke oder ältere Menschen. Beides ist meist unbezahlt, aber unverzichtbar.

  1. Alle Aufgaben sammeln, auch die unsichtbaren wie Termine im Blick behalten.
  2. Für jede Aufgabe die Zeit schätzen.
  3. Fair verteilen, nach Zeit und nach dem, was jede Person kann.
  4. Den Plan sichtbar aufhängen.
  5. Nach einer Woche besprechen und anpassen.

Bei Streit helfen Ich-Botschaften: „Ich ärgere mich, wenn das Geschirr stehen bleibt, weil ich dann alles allein machen muss.“ Das klingt anders als „Du räumst nie auf!“. Am Ende steht ein Kompromiss, bei dem jede Seite etwas nachgibt.

Zusammenleben der Generationen

Jung und Alt können sich gegenseitig helfen. Großeltern betreuen zum Beispiel Enkel nach der Schule oder geben Erfahrungen weiter. Jüngere helfen beim Einkaufen oder bei Handy und Computer. In vielen Orten gibt es Mehrgenerationenhäuser. Das sind offene Treffpunkte für alle Altersgruppen.

Typische Fehler

Jetzt üben: 20 Aufgaben mit Sofort-Kontrolle

Antwort eintippen oder antippen, dann „Prüfen“. Erst ein Hinweis, die Lösung erst nach einem eigenen Versuch. Zahlen ohne Einheit, Dezimalzahlen mit Komma.

Für Eltern

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