AES / Hauswirtschaft · Klasse 9 und 10

Haushaltsbudget: Geld planen

Ein Haushalt hat Einnahmen und Ausgaben. Wer beides kennt und plant, kommt mit dem Geld aus und kann sparen.

Stand: Oktober 2026 · Verantwortlich: Daniel Ott · So entstehen diese Seiten

Zu den Aufgaben
Auf einen Blick

Einnahmen sind Geld, das hereinkommt, zum Beispiel Lohn, Kindergeld oder Taschengeld.

Feste Kosten kommen jeden Monat gleich, zum Beispiel die Miete. Veränderliche Kosten schwanken, zum Beispiel für Lebensmittel.

Reihenfolge: Erst feste Kosten und Rücklagen einplanen, dann den Rest verteilen.

Einnahmen und Ausgaben

BereichBeispiele
EinnahmenNettolohn, Kindergeld, Taschengeld, Geld aus einem Nebenjob
Feste KostenMiete, Strom und Heizung, Versicherungen, Handyvertrag, Abos, Raten
Veränderliche KostenLebensmittel, Kleidung, Freizeit, Geschenke
Sparen und RücklagenGeld für unerwartete Ausgaben (Notgroschen) und für größere Wünsche
Familie Yilmaz: 3200 € im Monat (netto)MieteEssenMiete 1100 €Strom, Heizung 300 €Verträge, Versicherungen 250 €Lebensmittel 650 €Bus, Auto 300 €Kleidung, Freizeit 350 €Sparen 250 €
Erfundenes Beispiel: Jeder Euro hat eine Aufgabe. Miete, Strom und Heizung sowie Verträge sind feste Kosten.

Brutto und netto

Brutto ist der Lohn, der im Arbeitsvertrag steht. Davon gehen Steuern und Beiträge zur Sozialversicherung ab. Was auf dem Konto ankommt, heißt netto.

Beispiel

Brutto 2500 €. Steuern und Sozialabgaben zusammen 520 €. Netto: 2500 € − 520 € = 1980 €.

Mehr zu den Beiträgen steht auf der Seite Versicherungen.

Ein Haushaltsbuch führen

  1. Alle Einnahmen eines Monats aufschreiben.
  2. Einen Monat lang jede Ausgabe notieren, auch kleine. Ein Heft oder eine App reicht.
  3. Die Ausgaben nach Bereichen ordnen, zum Beispiel Wohnen, Essen, Freizeit.
  4. Summen bilden und mit den Einnahmen vergleichen.
  5. Sparmöglichkeiten suchen und den Plan für den nächsten Monat anpassen.

Viele Fachleute raten zu einem Notgroschen von etwa drei Monatsausgaben. Er hilft, wenn zum Beispiel die Waschmaschine kaputtgeht.

Schulden vermeiden

FalleWas passiert
DispokreditDas Girokonto rutscht ins Minus. Die Bank verlangt dafür hohe Zinsen.
RatenkaufMan zahlt in kleinen Beträgen, aber oft insgesamt mehr als beim Sofortkauf.
„Jetzt kaufen, später zahlen“Die Rechnung kommt später. Wer den Überblick verliert, zahlt Mahngebühren.
Viele AbosEinzelne Beträge sind klein, zusammen werden sie groß.

Taschengeldparagraf: Unter 18 kannst du Dinge wirksam kaufen, wenn du sie sofort mit deinem eigenen Taschengeld bezahlst. Für Ratenkäufe, Abos und Handyverträge brauchst du die Zustimmung deiner Eltern.

Wer Schulden hat, bekommt kostenlose Hilfe bei einer Schuldnerberatung, zum Beispiel bei Verbraucherzentralen oder Wohlfahrtsverbänden.

Typische Fehler

Jetzt üben: 20 Aufgaben mit Sofort-Kontrolle

Antwort eintippen oder antippen, dann „Prüfen“. Erst ein Hinweis, die Lösung erst nach einem eigenen Versuch. Zahlen ohne Einheit, Dezimalzahlen mit Komma.

Für Eltern

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