Für Eltern: Sie erfahren in wenigen Minuten, wie ein Thema heute in der Schule gemacht wird – mit Beispiel, typischen Fehlern und Sätzen, mit denen Sie es gut erklären können.
Viele Eltern möchten bei den Hausaufgaben helfen und merken dann, dass ein Thema heute anders unterrichtet wird als zu ihrer eigenen Schulzeit. Diese Seite erklärt in wenigen Minuten, wie das Thema in der jeweiligen Klasse und im Bundesland behandelt wird, welche Begriffe die Lehrkraft verwendet, welche Fehler typisch sind und mit welchen Sätzen man es kindgerecht erklären kann.
Eine Längsschnittstudie mit knapp 1.700 Schweizer Sechstklässlern unter Leitung von Sandra Moroni von der Pädagogischen Hochschule Bern kam zu einem überraschenden Ergebnis. Kinder, deren Eltern häufig bei den Hausaufgaben halfen, entwickelten sich in Deutsch und im Lesen schwächer als Kinder, die selbstständig arbeiteten. Das heißt allerdings nicht automatisch, dass die Hilfe die Ursache war, denn Eltern greifen oft gerade dann stärker ein, wenn ihr Kind ohnehin Schwierigkeiten hat. Günstig scheint es zu sein, wenn Eltern sich zurückhalten, aber ansprechbar bleiben, und wenn das Kind die Hilfe als Unterstützung und nicht als Kontrolle erlebt. Die Erklärung gibt deshalb Hinweise, wie man Fragen stellt, statt Lösungen vorzusagen.
Für Familien, in denen zu Hause eine andere Sprache gesprochen wird, gibt es die Erklärung auch auf Türkisch, Arabisch, Ukrainisch, Russisch, Polnisch, Rumänisch und Kurdisch (Kurmandschi). Die deutschen Fachbegriffe bleiben dabei stehen und werden übersetzt, damit Eltern und Kind dieselben Wörter benutzen wie die Lehrkraft. Erklärungen in anderen Sprachen öffnen sich als Druckansicht und lassen sich als PDF speichern.
Bei Rechenaufgaben lohnt zusätzlich ein Blick in den Rechenweg-Übersetzer. Er zeigt das Verfahren aus der Schule direkt neben dem Weg, den viele Eltern selbst gelernt haben, und erklärt die Unterschiede Schritt für Schritt.
Quellen: Moroni u. a., Studie zur Hausaufgabenhilfe der Eltern (Bericht bei News4teachers)