Nomen, Artikel und Pronomen ändern ihre Form, je nachdem, welche Rolle sie im Satz spielen. Diese Formen heißen Fälle: Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ. Mit der passenden Frage findet man den Fall heraus. Hier gibt es die Erklärung, eine Artikel-Tabelle, typische Fehler und 23 Aufgaben mit Sofort-Kontrolle.
So fragst du richtig: Nimm das Verb und den Rest des Satzes in die Frage. „Wen streichle ich?“ – „den Hund“. Also Akkusativ.
Der Artikel verrät den Fall
Fall
männlich
weiblich
sächlich
Mehrzahl
Nominativ
der Hund
die Katze
das Pferd
die Hunde
Genitiv
des Hundes
der Katze
des Pferdes
der Hunde
Dativ
dem Hund
der Katze
dem Pferd
den Hunden
Akkusativ
den Hund
die Katze
das Pferd
die Hunde
Im Dativ Mehrzahl bekommt das Nomen meist ein -n dazu: den Hunden, den Kindern.
Fälle nach Präpositionen
Immer Dativ: aus, bei, mit, nach, seit, von, zu.
Immer Akkusativ: durch, für, gegen, ohne, um.
Mal so, mal so: in, an, auf, über, unter, vor, hinter, neben, zwischen. Fragt man Wo?, folgt der Dativ: Das Buch liegt auf dem Tisch. Fragt man Wohin?, folgt der Akkusativ: Ich lege das Buch auf den Tisch.
Auch Pronomen haben Fälle
Nominativ
Dativ
Akkusativ
ich
mir
mich
du
dir
dich
er
ihm
ihn
sie
ihr
sie
wir
uns
uns
Hilfst du mir? (Wem? → Dativ) · Siehst du mich? (Wen? → Akkusativ)
Typische Fehler
Dativ und Akkusativ verwechseln: Ich helfe dem Mann (Wem helfe ich?), nicht den Mann.
Nur „was?“ fragen: „Wer oder was?“ fragt nach dem Nominativ, „Wen oder was?“ nach dem Akkusativ. Das erste Fragewort entscheidet.
Die Präposition übersehen: Nach „mit“ steht immer der Dativ: mit dem Ball, nicht mit den Ball.
Genitiv im Alltag: Gesprochen heißt es oft „das Auto von meinem Vater“. In der Schule ist meist „das Auto meines Vaters“ gefragt.
Jetzt üben: 23 Aufgaben mit Sofort-Kontrolle
Antwort eintippen oder antippen, dann „Prüfen“. Erst ein Hinweis, die Lösung erst nach einem eigenen Versuch. Achte auf die Rechtschreibung.
Für Eltern
So helfen Sie bei den vier Fällen
Fragen statt Regeln: „Wem gibst du das?“ oder „Wen siehst du?“ – die Frage führt Ihr Kind selbst zum richtigen Artikel.
Artikel immer mitlernen: Nomen mit Artikel aufschreiben (der Tisch, die Lampe). Ohne den Artikel lassen sich die Fälle kaum bilden.
Mehrsprachige Familien: In vielen Sprachen gibt es keine Fälle wie im Deutschen. Kurze, regelmäßige Übungen helfen mehr als lange Listen.
Im Alltag üben: „Mit wem gehst du?“, „Für wen ist das?“ – solche Fragen trainieren nebenbei.