In einem Leserbrief sagt man öffentlich seine Meinung zu einem Zeitungsartikel oder einem Thema aus dem Ort – und versucht, andere zu überzeugen. Dafür braucht es einen klaren Standpunkt, gute Argumente mit Beispielen und einen höflichen, sachlichen Ton.
Aufbau: Betreff, Anrede, Bezug auf den Artikel, eigene Meinung, Argumente, Schluss mit Forderung, Gruß und Name.
Argument: Behauptung + Begründung + Beispiel.
Ton: sachlich und höflich – keine Beleidigungen, keine Übertreibungen.
Der Aufbau
Betreff: „Leserbrief zum Artikel ‚Freibad schließt‘ vom 12. Mai“
Anrede: „Sehr geehrte Damen und Herren,“
Einleitung: Bezug auf den Artikel und eigener Standpunkt: „Ich bin dagegen, dass …“
Hauptteil: zwei bis drei Argumente, das stärkste zuletzt
Schluss: Meinung zusammenfassen, Forderung oder Vorschlag
Gruß: „Mit freundlichen Grüßen“ und vollständiger Name, Ort
Ein Argument bauen
Behauptung: Das Freibad ist wichtig für Kinder. Begründung: Dort lernen viele schwimmen. Beispiel: Letzten Sommer haben 80 Kinder das Seepferdchen geschafft.
Gute Verknüpfungen: weil, denn, deshalb, außerdem, zum Beispiel, vor allem, schließlich.
Sprache
Ich-Form ist erlaubt: „Meiner Meinung nach …“
Gegenargumente ernst nehmen und entkräften: „Zwar kostet das Bad Geld, aber …“
Präsens als Hauptzeitform.
Typische Fehler
Nur Meinung, keine Begründung: „Ich finde das doof“ überzeugt niemanden.
Bezug fehlt: Die Leserinnen und Leser müssen wissen, worauf du antwortest.
Unhöflicher Ton: Beleidigungen machen jedes Argument schwächer – und werden nicht abgedruckt.
Jetzt üben: 20 Aufgaben mit Sofort-Kontrolle
Antwort eintippen oder antippen, dann „Prüfen“. Erst ein Hinweis, die Lösung erst nach einem eigenen Versuch. Achte auf die Rechtschreibung.
Für Eltern
So helfen Sie beim Leserbrief
Echte Anlässe: Ein Artikel aus der Lokalzeitung – was meint Ihr Kind dazu?
Argument-Dreisprung: Behauptung, Begründung, Beispiel laut üben.
Gegenseite spielen: Sie bringen Gegenargumente, Ihr Kind entkräftet sie.