Irgendwann zwischen etwa 9 und 15 Jahren beginnt die Pubertät: Der Körper entwickelt sich vom Kind zum Erwachsenen. Gesteuert wird das von Hormonen. Bei jedem Menschen beginnt die Pubertät zu einer anderen Zeit und läuft unterschiedlich schnell ab – das ist völlig normal.
Auslöser: Der Hypothalamus im Gehirn steuert die Hypophyse. Diese regt über Hormone Eierstöcke beziehungsweise Hoden an.
Sexualhormone: Östrogen (vor allem bei Mädchen), Testosteron (vor allem bei Jungen).
Veränderungen: Wachstumsschub, Körperbehaarung, Hautveränderungen, neue Gefühle.
Körperliche Veränderungen
bei Mädchen
bei Jungen
bei allen
Brüste wachsen
Stimmbruch, die Stimme wird tiefer
Wachstumsschub
Hüften werden breiter
Bartwuchs, Schultern werden breiter
Haare unter den Achseln und im Intimbereich
erste Menstruation (Periode)
Penis und Hoden wachsen, erster Samenerguss
mehr Schweiß, oft Pickel
Der Menstruationszyklus
Etwa einmal im Monat reift in einem Eierstock eine Eizelle heran und wird freigesetzt (Eisprung).
Die Gebärmutterschleimhaut wird aufgebaut. Wird die Eizelle nicht befruchtet, wird die Schleimhaut abgestoßen – das ist die Menstruation (Periode), sie dauert einige Tage.
28 Tage sind ein häufig verwendetes Rechenbeispiel, kein fester Normalwert. Die Zykluslänge unterscheidet sich von Person zu Person und kann besonders in den ersten Jahren schwanken.
Gefühle und Körperpflege
Stimmungen können schneller wechseln, Freundschaften und eigene Meinungen werden wichtiger.
Tägliches Waschen, frische Kleidung und Deo helfen gegen Körpergeruch.
Bei Fragen helfen Eltern, Ärztinnen und Ärzte, Lehrkräfte oder Beratungsstellen.
Typische Fehler
Alle müssen gleichzeitig so weit sein: Der Beginn kann um mehrere Jahre auseinanderliegen.
Pubertät betrifft nur den Körper: Auch das Gehirn baut sich um – Gefühle und Denken verändern sich.
Pickel kommen vom Schmutz: Sie entstehen vor allem durch Hormone, die mehr Hautfett bilden lassen.
Jetzt üben: 20 Aufgaben mit Sofort-Kontrolle
Antwort eintippen oder antippen, dann „Prüfen“. Erst ein Hinweis, die Lösung erst nach einem eigenen Versuch. Achte auf die Rechtschreibung.
Für Eltern
So begleiten Sie Ihr Kind
Gesprächsbereit sein: Früh und sachlich über Veränderungen sprechen – lieber zu früh als zu spät.
Material bereitlegen: Ein gutes Jugendbuch oder Informationen der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung).
Praktisch helfen: Deo, Binden oder Tampons, Gesichtspflege – ohne Kommentar bereitstellen.